Aktuelle Science-Fiction-Filme

Fiktion als etwas Konstruiertes im technischen oder wissenschaftlichen Kontext, als Zukunftsvision, die zumeist negative Konsequenzen heutigen Handelns miteinbezieht – ein Thema, das Filmbegeisterte unter dem Stichwort Science Fiction nicht erst seit George Lucas‘ Star-Wars-Filmen fasziniert. Die Anfänge der Filmgeschichte mit Fritz Langs Metropolis 1927 oder George Méliès, der 1902 den ersten Science-Fiction-Film Die Reise zum Mond als eine in einer technisierten Zukunft angesiedelte irreale Geschichte verfilmt, fand 2012 eine Neuauflage mit Scorseses 3D-Epos Hugo Cabret, in dem Biographie und Werk von Méliès als fiktionale Elemente aufgegriffen werden. Die Zeit, die vergeht oder abläuft, spielt in den jüngeren Science-Fiction-Filmen wie in In Time – Deine Zeit läuft ab unter Regie von Andrew Niccol von 2011 oder Christopher Nolans Inception aus dem Vorjahr eine große Rolle. Die dargestellte Realität in In Time zeigt eine Gesellschaft, in der die herrschende Währung nicht etwa Geld, sondern die verbleibende Lebenszeit ist und der Protagonist wörtlich in den Tag hineinlebt.

Das Filmjahr 2012 hält für Sie als Zuschauer eine Rückkehr zu Zeiten, in denen Diktatur und bloßer Überlebenswillen den Alltag der Menschen bestimmten mit Gary Ross‘ Die Tribute von Panem – The Hunger Games bereit. Disney wagt sich im März an eine Neuverfilmung unter dem Titel John Carter, nach den bekannten Science-Fiction-Buchreihen von Edgar Rice Borroughs. Ridley Scott führte Regie in Prometheus-Dunkle Zeichen, in dem sich ein hochkarätiges Schauspielerensemble als Forschungsteam im 21. Jahrhundert auf die Suche nach Spuren menschlichen Lebens macht und in einem Kampf am Rande des Universums den Fortbestand der eigenen Spezies sichern muss.